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Entspannungs­verfahren

Entspannungs­verfahren: progressive Muskel­entspannung und Autogenes Training

Progressive Muskelentspannung und Autogenes Training sind Entspannungs­verfahren, die bei ergo4me in Erfurt als Teil der psychisch-funktionellen Behandlung eingesetzt werden können. Ziel beider Verfahren ist, Anspannung im Körper bewusster wahrzunehmen und gezielt loszulassen. Progressive Muskelentspannung und Autogenes Training gibt es bei ergo4me als Kurs und in der Einzeltherapie auf Verordnung.

Für wen

Für wen Entspannungs­verfahren gedacht sind

Progressive Muskelentspannung und Autogenes Training gibt es bei uns auf zwei Wegen: als Kurs, für den du keine Verordnung brauchst, und als Baustein der psychisch-funktionellen Behandlung, wenn Anspannung oder Unruhe Teil einer psychischen Erkrankung oder Belastung sind; mehr dazu unter Psychisch-funktionelle Behandlung. Diese Beschreibung ersetzt keine ärztliche Diagnose.

Was wir tun

Was die beiden Verfahren unterscheidet

  • Progressive Muskelentspannung: Du spannst nacheinander einzelne Muskelgruppen bewusst an und lässt sie wieder los. Über diesen Wechsel lernst du, Anspannung im Körper früher zu bemerken. Das Verfahren gilt als am leichtesten zu erlernen und als das am besten wissenschaftlich untersuchte Entspannungs­verfahren.
  • Autogenes Training: Mit kurzen, immer gleichen inneren Formeln wie „Der Arm ist ganz schwer“ lernst du, einen Entspannungs­zustand gezielt aufzurufen. Es gilt als schwerer zu erlernen als progressive Muskelentspannung und ist weniger gut untersucht.
  • Wirksamkeit: Eine Cochrane-Übersichtsarbeit von 2008 zu Entspannungs­verfahren bei Depression fand, dass sie selbstberichtete depressive Beschwerden stärker senkten als keine oder eine minimale Behandlung, einer psychologischen Behandlung wie Verhaltens­therapie aber unterlegen blieben.
Weg zur Verordnung

Der Weg zur Verordnung

Progressive Muskelentspannung und Autogenes Training sind kein eigenes Heilmittel, sondern ein möglicher Baustein der psychisch-funktionellen Behandlung. Die Verordnung (Muster 13) nennt deshalb „psychisch-funktionelle Behandlung“, nicht das einzelne Verfahren. Ob Entspannung Teil deiner Behandlung wird, legen wir gemeinsam mit dir fest.

Fragen

Häufige Fragen zu Entspannungs­verfahren

Sind progressive Muskelentspannung und Autogenes Training eigene Verordnungen?

Nein. Beide sind Teil der psychisch-funktionellen Behandlung und werden nicht einzeln verordnet, sondern innerhalb dieser Behandlung eingesetzt.

Was bringt progressive Muskelentspannung?

Für Entspannungs­verfahren bei Depression gibt es einen Beleg: Eine Cochrane-Übersichtsarbeit fand, dass sie selbstberichtete Beschwerden stärker senkten als keine Behandlung, aber weniger als eine psychologische Behandlung. Ob und wie sie dir hilft, zeigt sich erst im Verlauf.

Was ist der Unterschied zwischen progressiver Muskelentspannung und Autogenem Training?

Progressive Muskelentspannung arbeitet über An- und Entspannen einzelner Muskeln, Autogenes Training über innere Formeln. Muskelentspannung gilt als leichter erlernbar und besser untersucht.

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Termin

Passt das zu deiner Behandlung?

Für den Kurs melde dich direkt bei uns. In der Behandlung besprechen wir, ausgehend von deiner Verordnung, ob progressive Muskelentspannung oder Autogenes Training dazu passen.

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